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Geschichte und Kultur

Geschichte und Kultur



Die Kulturlandschaft des Teutoburger Waldes weist eine unglaubliche Vielzahl von historischen Zeugnissen auf, die Rückschlüsse auf die Geschichte der Region liefern und dem Besucher mit malerischen Schlössern und Burgen, schönen Denkmälern und Monumenten und bedeutenden Plätzen ein gutes Bild über das traditionelle Leben dort präsentieren. Ein geschichtlicher Überblick zeigt, welch kulturelle Vielfalt der Teutoburger Wald neben seiner natürlichen zu bieten hat.



Zurzeit Christi Geburt waren im heutigen Ostwestfalen-Lippe die Germanen angesiedelt. Immer wieder kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Römern. Die bedeutendste Schlacht wurde im Jahre 9 n. Chr. Unter dem römischen Feldherrn Quintilius Varus geführt, welcher aber vom Cheruskerfürst Arminius geschlagen wurde. Damit beendete er die Versuche der Römer, ihre Herrschaft rechtsrheinisch auszuweiten. Das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg bei Detmold ehrt noch heute den Anführer Arminius, welcher später oft Hermann genannt wurde.

Im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. trafen im Teutoburger Wald aufgrund der Völkerwanderungen die Sachsen und die Franken aufeinander. Die kriegerischen Auseinandersetzungen unter der fränkischen Führung von Karl dem Großen gegen den Sachsenfürst Widukind führten zur Unterwerfung der Sachsen. Als letzter Graf des Teutoburger Waldes ließ Widukind, später auch Wittekind 785 taufen. 804 kam es endgültig zum Friedensschluss und damit zur fränkischen Macht. Die intensive Christianisierung der Region stabilisierte die Macht der Kirche.

Im frühen und hohen Mittelalter wurde diese Macht ausgeweitet. Die Kulturlandschaft des Teutoburger Waldes änderte sich architektonisch. Zahlreiche Klöster, Kirchen und Stifte entstanden. Das Kloster Corvey im heutigen Höxter wurde zum geistigen und kulturellen Zentrum. Dort wie auch in den anderen religiösen Orten entstanden Schulen, Bibliotheken und Krankenhäuser. Auch der landwirtschaftliche Fortschritt dieser Zeit wird ihnen zugesprochen. Durch die folgende Reformation fielen zahlreiche Bauwerke Bränden zum Opfer. Immer noch weist aber die Region eine bedeutende Anzahl ehrwürdiger Klöster, Kirchen und Stifte auf, die einen Besuch lohnen, allen voran das Kloster Corvey.

Im 16. Jahrhundert gelangte die Reformation auch – wenngleich etwas verspätet – in den Teutoburger Wald. Anders als in anderen Regionen Deutschlands aber erreichte das Gedankengut zunächst die Städte wie Minden, Herford, Lemgo oder Höxter. Das erste protestantische Gebiet wurde Lippe unter dem Grafen Simon VI. Besonders aber von Paderborn aus begann eine effektive Gegenreformation gegen die lutherischen Bekenntnisse, ausgehend vom Jesuitenorden. Neben dem Paderborner Land blieben auch das Corveyer Land und Rietberg katholisch.

Parallel zur religiösen und politischen Entwicklung entstand die Hanse ab 1161, ein kaufmännischer und wirtschaftlicher Städtebund, der in seiner Blüte mehr als 200 Mitglieder umfasste, 30 davon waren Städte in Ostwestfalen-Lippe. Besonderer Bedeutung kamen dabei wahrscheinlich Paderborn und Lemgo zu. Über fünf Jahrhunderte konnte dieses Schutzbündnis sich halten und entfalten, ein Zeitraum, welcher selbstverständlich die Region prägte. Beeindruckende Zeugnisse sind besonders in den Städten Warburg, Brakel, Lemgo und Minden zu entdecken.

Aus der Zeit der Renaissance sind in der Region so viele prächtige Schlösser und Burgen erhalten geblieben, dass man auch von der „Weserrenaissance“ spricht. Als besondere Sehenswürdigkeiten gelten das Residenzschloss in Detmold oder Schloss Neuhaus bei Paderborn. Aber auch die Industrialisierung hinterließ beeindruckende Spuren wie beispielsweise die Spinnerei in Bielefeld im Stil eines englischen Schlosses.



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